Ich heiße Gernot Grassl und bin Film Editor in Wien. Momentan nehme ich mir eine Auszeit in der ich Filme schauen, Festivals besuchen und mich fortbilden möchte. Meine bisherigen Arbeiten finden Sie in meiner Filmographie, für Projektanfragen bitte ich um ein Email an: office@gernotgrassl.com

  • Große Überraschung bei der Preisverleihung der Diagonale am Samstag: Nikolaus Geyrhalters Film „Die bauliche Maßnahme“, den ich in Zusammenarbeit mit Kollegin Emily Artmann geschnitten habe, gewinnt den Großen Diagonale-Preis für Dokumentarfilm 2018!

    Begründung der Jury:
    „Viel ist zurzeit von „denen da oben“ und „denen da unten“ die Rede. Der Film, den wir auszeichnen, entscheidet sich für „die da unten“ – nicht in einem sozialromantischen Sinne, sondern einem buchstäblichen. Er bleibt auf dem Boden und trifft dort Menschen, sieht ihnen zu, hört ihnen zu. „Die da oben“ werden hingegen zu einer schrillen, hysterischen Tonspur – einer Tonspur, deren Echo durch ganz Europa hallt und doch dort unten, wo der Film ist, nicht hohler nachklingen könnte. Wenn ein Film so klug unterscheiden kann zwischen dem Gesagten und dem Gelebten – vielleicht können wir das ja alle. ”

    Mehr zu den Preisträgern 2018 auf der Diagonale-Homepage.

    Ein Termin für den Kinostart ist noch nicht fixiert, momentan wird der Film noch Festivals angeboten. Nach den ausgelassenen Reaktionen des Grazer Diagonale-Publikums bin ich gespannt, wie der Film auf anderen Festivals ankommt!

  • „Das ist es, was Filme können.“
    Georg Seeßlen, epd-film.de
     
    „Bootes flotte, didaktische und absolut massentaugliche Doku ist unterhaltsam und erschütternd zugleich.“
    Kurier
     
    „Konsumenteninformation, die rockt!“
    Kronen Zeitung
     
    „Fatal: Werner Bootes aufklärerische Doku The Green Lie“
    Der Falter / Das Beste der Woche
     
    „Werner Boote […] ging perfiden Strategien der Industrie auf den Grund. Der traurige Schmäh von einer Wirtschaft, die nachhaltig geworden sein will.“
    Kleine Zeitung
     
    „Werner Boote […] entlarvt mit der Autorin Kathrin Hartmann den großen Schwindel der industriellen Nachhaltigkeit.“
    Tiroler Tageszeitung
     
    „Dem Duo Boote/Hartmann gelingt es nachhaltig, ein breites Publikum anzusprechen und Bewusstsein zu schaffen […] Ein Film, nach dem man sich mindestens dreimal überlegt, ob die M&Ms jetzt wirklich nötig sind.“
    skip
     
    „In Summe zeichnet „The Green Lie“ […] das Bild einer Gesellschaft, die sich und ihre Welt für den Profit von Konzernen selbst zerstört […] Gleichzeitig tragen diese Unternehmen grüne Logos, schmücken sich mit Siegeln für Nachhaltigkeit und propagieren in Werbespots eine heile Welt.“
    news
     
    „Den schockierenden Bildern einer entfesselten Konsumgesellschaft stellt Boote ein „good cop, bad cop“-Konzept gegenüber. Während er vor der Kamera den naiven Konsumenten mimt, übernimmt Hartmann die Rolle der Expertin. Das Resultat sind Pingpong-Dialoge, die nie die Ernsthaftigkeit des Themas aus den Augen verlieren.“
    Kleine Zeitung
     

    Weiters noch 2 interessante Interviews mit Werner Boote im Standard und DATUM.


  • Kinodokumentarfilm, A 2018, 105 min / Regie & Kamera: Nikolaus Geyrhalter Regieassistenz, Recherche, Ton: Eva Hausberger / Schnitt: Emily Artmann, Gernot Grassl / Produzenten: Markus Glaser, Wolfgang Widerhofer, Michael Kitzberger, Nikolaus Geyrhalter


    Brennpunkt Brenner. Ausgehend von der befahrbaren Grenze zwischen Italien und Österreich vermisst Die bauliche Maßnahme jene Umgebung, die Schauplatz eines innereuropäischen Politikwechsels war. Der Raum erschließt sich dabei durch die für Nikolaus Geyrhalter typischen sehr genauen Totalen und in längeren Gesprächen mit Polizisten, Einheimischen, Wanderern, Bauern, Gastwirt/innen und Mautkassiererinnen. Was hier in diesem Sammelbecken politisch-persönlicher Haltungen sichtbar wird, betrifft ganz Europa.

    (Diagonale Pressetext)


    „Die bauliche Maßnahme“ ist meine erste Zusammenarbeit mit Nikolaus Geyrhalter. Nach umfangreicher Vorarbeit meiner Kollegin Emily Artmann hatte ich die Ehre, den Final Cut des Films anzufertigen. Die Arbeit mit Geyrhalters präzise komponierten Bildern war eine spannende neue Erfahrung. Trotz der großen Menge an Rohmaterial konnte ich mich aufgrund der Klarheit seiner Bilder gut und schnell zurechtfinden, ein Eindruck, den ich bei keinem anderen Projekt so stark empfunden habe.
    „Die bauliche Maßnahme“ feiert am Mittwoch, dem 14.03.2018 (um 13.30h im KIZ Royal) im Rahmen der Diagonale´18 in Graz seine Premiere. Die zweite Vorführung findet am Freitag, 16.03., 20.30h im Schubertkino statt. Ich werde dort sein!

    Mehr zum Film auf Geyrhalterfilm.com und Diagonale´18.


    Alle Fotos ©Nikolaus Geyrhalter

  • Es freut mich verkünden zu dürfen, dass der Film THE GREEN LIE von Werner Boote, den wir im Vorjahr gemeinsam geschnitten haben, seine Weltpremiere im Rahmen der BERLINALE 2018 feiert. Er wird in der Reihe „kulinarisches Kino“ am Sonntag, 18.02.2018 um 22 Uhr (im Kino im Martin-Gropius-Bau) und Montag, 19.02.2018 um 13 Uhr im Cubix 8 am Potsdamer Platz präsentiert. Weiters ist unser Film für den mit 50.000.-€ dotierten Glashütte Original-Dokumentarfilmpreis nominiert, die Preisverleihung findet am 24.02. im Berlinale Palast statt.
    Der Kinostart in Österreich und Deutschland folgt bald, hier erstmal der von Arash T. Riahi gestaltete Trailer zum Film als kleiner Vorgeschmack:


  • Scherenschnitt in der Schnittpause.                     ©2017 Gernot Grassl

    Die mittlerweile 5. Staffel der eigenwilligen Dokumentarfilmserie „Reiseckers Reisen“ geht wieder bei ORF auf Sendung. Diesmal verschlägt es den neugierigen Oberösterreicher Michael Reisecker anfangs für 2 Folgen in die deutsche Hauptstadt Berlin, bevor er wieder durch Österreich kurvt (Thayatal, Laaer Berg, Lavantal, Oberes Murtal, Entlang der Wien, Unteres Mühlviertel und Innsbruck). Als Abschluss gibt es als Special Begegnungen mit Menschen aller Art auf der indonesischen Insel Bali.
    Aus terminlichen Runden war es mir heuer nicht möglich, alle 10 Folgen zu schneiden. Diesen Job hat auf ganz wunderbare Weise Samira Ghahremani übernommen. Samira hat vier von zehn Folgen dieser Staffel geschnitten, da sie uns schon in den Jahren zuvor beim Vorschnitt unterstützt hat, konnte sie sich sehr schnell mit dem Reisecker-Arbeitsmodus zurechtfinden. Vielen Dank und well done!
    Diese 5. Staffel zeigt wieder neue Ecken und Enden dieses Formats „Reisecker“, einiger Geschichten dieser Staffel sind so überraschend und berührend, dass sie zu meinen absoluten persönlichen Lieblingen gehören. Weiter so, Michi, ich bin bereit für Staffel 6!

    www.reiseckersreisen.com


  • Es ist soweit – Werner Boote und ich haben den Schnitt seines neuen Kinodokumentarfilms „The Green Lie“ abgeschlossen! Die Montagearbeit war, wie schon bei seinem letzter Film „Alles unter Kontrolle“, eine große Herausforderung mit einigen kniffligen dramaturgischen Nüssen, die wir knacken mussten.
    Dieser Film ist eine Produktion der e&a film und soll im Frühling 2018 in Österreich und Deutschland ins Kino kommen. Der Film zeigt, wie sich Konzerne mittels „Greenwashing“ ein umweltbewusstes und faires Image verpassen und was wir dagegen tun können. Werner Boote geht gemeinsam mit Autorin Kathrin Hartmann diesem Phänomen auf den Grund, Gesprächspartner im Film sind unter anderem Raj Patel (Mitbegründer der Antiglobalisierungsbewegung), Sonia Guajajara (Oberhaupt der Indigenen Bevölkerung Brasiliens) und Noam Chomsky (Professor am MIT Chicago).

  • Wie mir eben zu Ohren kam, wird die 5. Staffel der Kult-Serie „Reiseckers Reisen“ neben österreichischen Regionen auch  spezielle Ziele im Ausland beinhalten, unter anderem die deutsche Hauptstadt Berlin und das liebste Urlaubsfernziel der Österreicher, die indonesische Insel Bali. Auf diese Begegnungen bin ich gespannt – alle Gute beim Dreh, Michi!


  • TV-Dokumentarfilm mit Imogene Doderer / 84 min / Regie: Herbert Krill / nach einer Idee von Beate Thalberg / Kamera: Leena Koppe ua. / Ton: Günther Tuppinger ua. /Schnitt: Gg  / Musik: Johanna Doderer / Produktion: CCC Film, Axel Stummer / ORF, SR und BMKF

    Erstausstrahlung: Sonntag, 27. November, 23.05 Uhr, ORF 2.

    Anlässlich des Heimito von Doderer-Gedenkjahres 2016 (120. Geburtstag, 50. Todestag) zeigt der ORF diesen Dokumentarfilm von Regisseur Herbert Krill, den wir gemeinsam in vielwöchiger Arbeit im Sommer geschnitten haben. Zum Unterschied zu früheren Dokumentationen wird das Leben und Werk Doderers aus Sicht der heutigen Nachfahren erzählt. Die Großnichte Imogena Doderer begibt sich auf Spurensuche nach dem Menschen hinter den großen Werken Die Strudlhofstiege, Ein Mord den jeder begeht oder Die Dämonen und hinterfragt dabei ihre eigenen Vorurteile, die sie gegen ihren berühmten Vorfahren hegt. Die Doderer-Experten Eva Menasse, Klaus Nüchtern und Martin Mosebach  liefern Informationen zu Biografie und Werk: die Rebellion gegen den übermächtigen Vater, seine vielkritisierte Nähe zum Nationalsozialismus, sein langes brotloses Künstlerleben, sein später, aber umso größerer Durchbruch mit über 55 Jahren; während eine Vielzahl von Familienmitgliedern nachempfinden lassen, wie all das innerhalb der Familie aufgenommen wurde. Umgekehrt wird auch die Auseinandersetzung des Schrifstellers mit seiner Familie (und Familie im allgemeinen) thematisiert.

    „Jeder bekommt seine Kindheit über den Kopf gestülpt wie einen Eimer. Später erst zeigt sich, was darin war. Aber ein ganzes Leben lang rinnt das an uns herunter, da mag einer die Kleider oder auch Kostüme wechseln wie er will.“
    (Heimito von Doderer, Ein Mord den jeder begeht)

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